Wiesbaden / Greifenstein – Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, fördert den Greifenstein-Verein mit 40.000 Euro. Damit kann der Verein, dem die Burg Greifenstein (Lahn-Dill-Kreis) gehört, drei historisch wertvolle Glocken für das dort untergebrachte Deutsche Glockenmuseum erwerben. Es handelt sich um eine wegen ihrer Form so genannte Bienenkorbglocke aus dem 11. Jahrhundert und zwei gotische Glocken aus dem 13. und 14. Jahrhundert. „Seit Jahrtausenden sind Glocken fester Bestandteil nicht nur der christlich-abendländischen Kultur. Sie zu bewahren heißt gleichzeitig, sich der eigenen Geschichte zu vergewissern“, sagte Staatssekretär Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids heute in der Burg Greifenstein.
Das Deutsche Glockenmuseum widmet sich neben der musealen Präsentation von fast 50 Glocken aus neun Jahrhunderten der Erforschung glockenkundlicher Fragen in Geschichte und Gegenwart. In der Ausstellung wird die Technik des Glockengießens und -läutens ebenso erläutert wie die Bedeutung von Inschriften, Reliefs und Friesen der Glockenzieher. Die Besucher können die Glocken selbst zum Klingen bringen und so die unterschiedliche Klangentfaltung im Lauf der Jahrhunderte studieren.